In der bayrischen Heimat gibt es wieder Sturm
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"Faschistisches Mahnmal geschändet"


Na ja, Original-Ton wird etwas anders lauten. Die Meldung aus der "Jungen  Welt" vom 28. April 2009 ist: "Frische Farbe für Ehrenmal der Gebirgsjäger im bayrischen Mittenwald".
  
Im Frühjahr zu Pfingsten reiste Bolle nach Mittenwald. Ganz nach dem Volkslied scheint es in bayrischen Landen her zu gehen. Da reisen sie an, die Honoratioren der eher volkloristischen Traditionsvereine. (Fotostrecke hier)  Das könnten auch die Gegner  des Gedenkgottesdienstes so stehen lassen. Wenn, wenn da nicht ein paar Umstände hinzukommen, die das Bild verändern. Immer wenn ein Gott mitspielt oder nur requiriert wird, ist höchste Vorsicht geboten. In der Regel soll der Empfänger der Botschaft manipuliert werden. Nach der ortsüblichen Meinung wird dort aller Toten des letzten Weltkrieges gedacht. Was selbstverständlich übelste Herrenmenschen mit einschließt. Darüber reden wir nicht, ist dort die weitverbreitete Ansicht.

Die Bundeswehr sieht das nicht ganz so, deren offizielle Vertreter auf der Veranstaltung erwähnen die Problematik, allerdings reden tun sie darüber auch nicht. Welche Rolle spielt die Bundeswehr? Sie ist Eigentümerin des Berges und stellt ihn selbstlos den Traditions- vereinen zur Verfügung. Damit den teilweise schon sehr betagten und nicht mehr ganz so rüstigen Bürgern das Erklimmen des Berges erleichtert wird, bietet sie logistische Unterstützung wie Anreise- service. Als Vertreter des ganzen deutschen Volkes agiert sie eher als Partei und verweigert den Opponenten jegliche Unterstützung. (Diese planen jedoch trotzdem.) Was wäre, wenn sie denen die gleiche Unterstützung zukommen lassen würde?

Es soll nur ein Gottesdienst sein, aber es zwingen sich schon merkwürdige Einblicke auf. So ist zu Beginn der Veranstaltung die Verhaltensweise der Teilnehmer ein lockeres Treffen von Trachten- trägern. Das Ende des Gottesdienstes, der Abgang, wirkt wie ein militärischer Marsch. Nicht geplant oder angewiesen, sondern "es ist eben so".

Ein anderer ebenso merkwürdiger Eindruck ist der vom Umgang mit der Bergwelt. Das Treffen findet zur Enzianblüte statt und die Wiese ist überfüllt mit deren Blüten. So erwartet man nach dem Massenaufmarsch ein Meer von plattgetreten Enzianblüten. Aber dem ist nicht so. Ein junger Gebirgsjäger mit seiner Freundin sollte mit dem Leiden der Enzinpflanzen bei frischer Tat dokumentiert werden, doch nur das Weibschen (wohl ´ne Zugereiste) trat auf eine Blüte.

Ein Bild sagt mehr als es eine lange Beschreibung könnte, daher der Ort des Gedenkens und der "Schändung" mit einem Menschen zum eigenen Beurteilen. (Das Foto - rosa Farbe ist aus der Jungen Welt, der Urheber wird wohl nicht seine Identität preisgeben und Lizenz- gebühr einfordern wollen.)


Das Denkmalmonument auf dem Hohen Brendten
Mahnmal in rosa 

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Natürlich distanziere ich mich von allen hier abgehenden Links

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