extramural
(außerhalb der Mauer)
Die,
die keiner haben will,
die Ausgegrenzten.

Man wiederholt es solange, bis alle glauben es ist wahr.
So jedenfalls im Protokoll des Runden Tisches vom 26. April 2013.
"Alle Termine
werden (..) an die E-Mailadressen der Teilnehmer des Runden Tisches
verschickt
(soweit sie sich in die Anwesenheitslisten eingetragen haben)."
Mindestens eine Adresse wird nicht bedient
und das trotz einer öffentlichen Intervention. Da wollen wir doch wissen; ist das vorsätzliches Handeln?
Der Protokollführer und Beauftragter des Bürgermeistes wurde jetzt gebeten, die email-liste zu veröffentlichen.
Er will doch sicherlich den Anfangsverdacht der Manipulation der Bürgerbeteligung ausräumen.
Inhaltlich schien sich der Runde Tische am 26. April etwas zu öffnen, was die Informations-
politik betraf. Die Reflektion von der Aufstellung der Litfaßsäulen erfolgte ungewohnt kritisch.
Dabei wurde auf die Beteiligung an der Auswahl der Texte hingewiesen, die sind zwar nicht für
die graphische Gestaltung der Säulen verantwortlich, denn die lag vorher festgelegt bei dem vom
Senat Beauftragten. Und offensichtlich haben die umgesetzt, was beauftragt wurde - zur Ehre des
Senats.
Es erfolgte nach der Besichtigung der Polizeistation eine Diskussion: was könnten wir wollen. Die
Gebäude der zur Zeit von der Polizei genutzten Beamtenwohnhäuser werden demnächst geräumt und
der Bezirk hat sich diese erst einmal ohne konkrete Absichten und vor allem Finanzierungen gesichert.
Die Abwehrkämpfe waren deutlich:
- Der Bezirk: Das können wir nicht alleine finanzieren (Klartext - wollen wir nicht)
- Der
Bewohnerkreis: eine lediglich dezente Markierung des Geländes und
Schluss, denn wer will schon in einem deutlich zuordbarem ehemaligen
Gefängnis wohnhaft sein.
- Nicht abgrenzbare Gruppe: Lernort, Museum - Geschichte ist zu Lernen
Hieraus folgte die Verabredung im August die Strategiediskussion führen zu wollen.
Sonderinteressen des WIR (wir in Rummelburg)
Der Verein hat aus dem Mauerfond mehrere zehntausend Euro requiriert um eine Smartphone App zur
Führung durch Rummelsburg zu erstellen. Eine Smartphone-Applikation ist lediglich ein kleines
Progrämmchen, welches auf dem Telephonhandgerät Internetseiten darstellen kann. Inhaltlich wird
natürlich nur die Aufarbeitung der DDR gefördert / geleistet. Da haben wohl die Finanziers (der Bund)
keine Ahnung von dem was sie entscheiden.
Da paßt naürlich ins Bild, daß die Gruppe darum bittet einen W-Lan-Anschluß auf dem Gelände zur
Verfügung zu stellen, um die Verbreitungskosten des Apps umzulegen.
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Temporäre Litfaßsäulen in Rummelsburg
(seit dem 18.April 2013)
Für das Themenjahr 2013 in Berlin sind drei Litfaßsäulen auf dem
Gelände der Rummelsburger Bucht gestaltet und aufgestellt worden. Die
Veranstaltung mit zeitlich näher angesiedelten Zeugen ist auf Castor-tv
als live-stream dokumentiert.
(http://www.livestream.com/undergroundreports/video?clipId=pla_325ed3b9-7111-4c15-bae1-5f293d860e99)
Die Darstellung auf den Säulen erscheint dilletantisch. Eine Säule ist
dem Eigenlob oder der Einbettung in das Gesamtkonzept gewidmet und
dessen Gestaltung deutlich lesefreundlicher als die beiden Säulen mit
dem Inhalt zu den Rummelburger Disziplinaranstalten. Diese sind
lediglich in der oberen Hälfte gestaltet mit Foto und Texten in
deutscher und englischer Sprache.

Typographische
Regeln wurden dabei konsequent mißachtet. So
korrespondiert die Textbreite nicht mit der gewählten
Schriftgröße und die ist zu klein gewählt. Wahrscheinlich sollen die
Texte nicht gelesen werden.
Herkunft der Texte und Informationen werden einmal und dann wieder
nicht angegeben. Die Darstellung der Namen hat da auch sein
„Geschmäckle“ Vorname N. so wie es in der Zeitung bei vermeintlichen
Delinquenten genutzt wird. Bei Edelleuten wie dem Graf von Stauffenberg
und anderen akzeptierten Menschen ist das anders. Was für ein Bild wird
da transportiert?
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Texte von der Seite extramural.de bis April 2012
Da gibt es aber arge Differenzen zwischen den "marginalisierten" und
den "extramurales". Ja, immer Ärger mit den "Asozialen". Mit dem
Ergebnis: Der Arbeitskreis Marginalisierte (jedenfalls ein Rest davon)
hat im vermeintlichen Interesse des Vereins extramural die
Webpräsenz abschalten lassen. Allerdings haben die Akteure sich
niemals zum Verein bekannt, sondern immer dem Arbeitskreis zugehörig.
Was nun hinter dem Aktionismus steckt ist unklar. Die strittigen Texte
liegen jetzt hier.
Ein Denkmal soll her.
Gedenken erfolgt an Denkmalen, locker gesagt an Kranzabwurfstellen. Was
hat ein künstlerisch gestalteter Ort mit Denken zu tun, mit Gedenken
und Nachdenken.
Ein Denkmal ist ganz toll, jedenfalls für den oder die Künstler. Es
bietet Einkommen für Tätigkeiten, die andere als Hobby nur in der
Freizeit selbstfinanziert realisieren können. Hinzu kommen die
„Sachverständigen“, die als Jury, Gutachter, Vermarkter und sonstigen
Dienstleister daran beteiligt sind.
Und repräsentativ demokratisch ist es auch – sieht jedenfalls auf den
ersten Blick so aus.
Aus Kostengründen wird in der Regel ein begrenzter Wettbewerb
ausgeschrieben. Das bedeutet: eine handvoll Auserwählter wird
eingeladen einen künstlerischen Entwurf gegen Honorar einzureichen.
Wenn eine Bürgerbeteiligung dabei vorgesehen ist, darf der Bürger in
der Jury über die zu realisierende Arbeit mitentscheiden. Das bedeutet
allerdings in der Regel eine begrenzte Mitsprache, denn was bei dem
Wettbewerb herauskommt wird weitestgehend von der Auswahl der
Protagonisten gestaltet.
Ein Beispiel
In den achtziger Jahren durfte ich als Betroffenenvertetung eines
Sanierungsgebietes an einer Jury eines Kunstwettbewerbes teilnehmen.
Eingeladen waren (ohne unsere Beteiligung) fünf Berliner Künstler,
deren Namen uns bekanntgegeben wurden. Im Vorfeld habe ich mich kundig
gemacht, was mich so erwartet. Ein Nachbar - Uwe Kolter[1] - brachte
mich auf den Stand drei der Modellisten von ihren Arbeiten her zu
erkennen. „Die machen immer so etwas.“ Den Stipendiaten von der
Künstlerfarm Scharfenberg zu erkennen war bei den eingereichten
Arbeiten auch recht einfach. Einer der Künstler war Georg Seibert. Und
ich mußte erkennen, daß der Tisch auf dem Freizeitplatz auf dem Hof
meines Hauses ein Kunstwerk von ihm war. (Die Einladung war wohl eine
offensichtliche Subvention.) Zwei erkennbare Werke von ihm auf zwei
nebeneinanderliegenden Grundstücken ist nicht akzeptabel. Zwei weitere
Werke waren dermaßig abstrakt, so daß sie als Kunstobjekt in einer
kleinen Parkfläche mit Spielplatz auch nicht in Frage kamen. Ach, was
habe ich mich gefreut so manipuliert zu werden.
Georg Seibert hat sein Lebens- und Arbeitsthema „das Haus unsere zweite
Haut“. Seine Werke laufen einem in Berlin an fast jeder Ecke über den
Weg. (Da glaube ich weniger an Kunst, sondern eher an mafiöse
Strukturen.) Langenscheidt- Ecke Crellestraße und weiteres auf
seiner Homepage.
Richtig. Das Mahnmal am
Columbiadamm zum Gedenken an das erste KZ in Berlin hat mich auch
geärgert.
Wie kann man ein sensibles Thema für seine Zwecke mißbrauchen und wer
hat da mitgewirkt.
Bei der Recherche zu den den Tafeln an der Rummelsburger Bucht wird es
dem aufmerksamen Leser klar, was Sache ist.Beim Gestalten der
Erinnerungs- und Lernpunkte geht es nicht um diese, sondern um die
ehrende Anerkennung der Gestalter. Da werden dann als Schlagworte die
Namen des Bürgermeisters, der verflossenen Kunstamtsmitarbeiterin, der
Designerin und so weiter genannt.[2]
Das ist ein Punkt, warum ein Kunstobjekt nicht für eine
Geschichtsvermittlung in Berlin-Rummelsburg zur Debatte stehen
kann.Geschichte ist fortlaufend und das läßt sich beim Arbeitshaus
Berlin-Rummelsburg bestens darstellen. Es geht um das „Wer sind wir?
Wie wurden wir das?“
Erkenntnis ist ein Prozess bei dem Fakten bewertet werden müssen und
eine künstlerische Darstellung, die erst erkannt werden muß, verdrängt
viele Faktoren und ermöglicht sich ganz leicht zu verweigern. Wen
wundert das immer deutlichere Auftreten von Neonazis?
[1] Im Juni 2005 verschieden. Nachruf
im Tagesspiegel
[2] Nachzulesen auf http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/nc/gedenktafeln/gedenktafel-anzeige/tid/arbeitshaus-und-gef/
am Ende der Seite.
Breite Offensive Themenjahr 2013
Der runde Tisch am 18. Januar wurde mit einer breiten Offensive von
Klemke über das Themenjahr 2013 eröffnet.
Das Auditorium fragte sich: Sind auf auf einer falschen Veranstaltung?
Obwohl ein Flipchartständer mit Überschriften vorbereitet war,
zog sich das Opening hin.
Endlich kam Klarheit. Der Bruder war verunsichert, weil niemand vom
Arbeitskreis Marginalisierte anwesend war. Dann erschien ein
Protagonist vom Arbeitskreis, entschuldigte sich für sein Zuspätkommen
dreißigmal und machte den Aktivisten. Die Versammlung hielt sich jedoch
deutlich zurück, was bei dem "Marginalisierten" nachdem er relativ
erfolglos einen Teilnehmer direkt zum Dialog ansprach auch ankam.
Inhaltlich versuchte der Vortänzer den Begriff "asozial" als Schlagwort
und Aufhänger zu etablieren. Das ist nur nicht so einfach, denn sobald
es eine Definition gibt, ist er nicht mehr zu gebrauchen. Die Idee
wurde nicht aufgegriffen. Allerdings hält Klemke daran unbedingt fest.
Das wollten nicht einmal die Nationalsozialisten. Korzilius
[1] stellt bei seiner Betrachtung über die Asozialen in der
DDR fest: "daß man bei der Suche nach den
Ursprüngen der Asozialen-Topik viel zu kurz griffe, wenn
man lediglich die Entwicklung vom Kaiserreich bis in
die NS-Zeit betrachte."
Nachdem Klemke verschiedenes auf seinem Flipchart gesammelt hatte und
die Einsetzung einer Arbeitsgruppe ankündigte und Beteiligte sammelte
war Zeit für den "Marginalisierten" seinen Frust abzulassen.
Jetzt wollte er doch wissen, was aus der Expertenrunde geworden ist.
Das Weibchen aus der Verwaltung fertigte ihn kurzerhand ab: das ist
jetzt der "runde Tisch". Was denn? Wie denn? Er und der Arbeitskreis
war an den Entscheidungen nicht beteiligt worden. Und weil das
unterzugehen schien, legte er nach.
Er hätte gehört, die Einladungen und Protokolle zum Runden Tisch würden
nicht jedem auf der Liste zugestellt. Klemke wollte jetzt dem
Unruhestifter das Maul stopfen und sang das Hohelied von der pefekten
deutschen Verwaltung: das kann nicht sein. Das zwang den Informanten
sich erkennen zu geben. Klemke zog sich augenblicklich zurück und
überließ das Problem dem öffentlichen Dienst, also dem Weibchen,
welches dem Betroffenen erklärte: sein email-Posfach wäre voll und das
wäre der Grund. Sie hat noch mehr Unsinn erzählt, immer nach der Devise
der alte Sack hat keine Ahnung und die Typen, die den Arbeitskreis
Marginalisierte irgendwie Unterstüzung gewähren - also die ...
Wen das Protokoll interessiert "hier"
und auch die einzelnen Chartblätter
liegen vor.
[1] Sven
Korzilius, "Asoziale" und "Parasiten" im Recht der SBZ/DDR; 2005,
S.697
Gedenktafeln enthüllt
Bei
eisigen Temperaturen wurden am 14. Dezember 2012 zwei Gedenktafeln an
der Rummelburger Friedrich-Jacobs-Promenade enthüllt.
Der anschließende Runde Tisch brachte lediglich die Erkenntnis: man
müßte noch irgendwie forschen. Eingangsbücher, Transportlisten,
Bestandsmeldungen, Arbeitsaufträge und was es so alles gegeben hat sind
nicht zugreifbar. Vielleicht könnte man über Materialien anderer
Institutionen etwas erschließen und nachweisen.
Die Frage, wer denn die Kärnerarbeit tun sollte, rührte man nicht an.
Es kam jedoch der Vorschlag im Internet eine Seite mit dem aktuellen
Stand einzurichten. Allerdings schien diese Idee nicht richtig
ausgegoren zu sein. Wenn zwanzig leere Hefte für Fundstellen und
Nachweise verteilt werden, bedeutet es nicht die Rückkehr eines
einzigen mit Informationen angereicherten Heftes. Wir stellen gerne den
Lagerraum für die Ernte, aber was ist mit Aussaat, Feldpflege und
Erntearbeit?
Wertvolle Glücksfunde wie das Lagereingangsbuch des KZs Breitenau
oder das Auffinden vergrabener
Aufzeichnungen eines Insassen wie im KZ Lichtenburg kann man sich
wünschen - mehr nicht. Die Lagerkartei im Prettiner Schloß ist eine
Rekonstruktion, deren Erstellung sehr viel Aufwand benötigte.
Rummelsburg braucht da auch etwas mehr Aufwand, denn wahrscheinlich
wird man nur über Rekonstruktionen etwas Licht in die Funktionalität
und deren Betroffene bringen können.
(Zum
Protokoll von Klemke.)
Beschäftigungstherapie für "zu
beteiligende Bürger"
Fast wie geplant macht der "Runde Tisch" zum Arbeitshaus Rummelsburg
Ausflüge - zwar jetzt nicht zum Olympiastadion - sondern nach Marzahn
zu der Gedenkstätte des "Zigeunerlagers" am Otto Rosenbergplatz.
Am 15. März 2013 um 16:30 wird "Herr Rainer E. Klemke (...) aufgrund
seiner eigenen Vertrautheit mit der Entstehungsgeschichte des Sinti und
Roma Gedenkortes, die Führung selbst übernehmen".
Gedenkstätte
Berlin S-Bahnhof Roul-Wallenberg-Straße
Einladung zum zweiten Runden Tisch
Zum zweiten Runden Tisch ladet der Bürgermeister Lichtenbergs in das
alte Lazarett, Erich-Müller-Straße 9, 10317 Berlin, am Freitag den 14.
Dezember 2012 ein. Außer der zeitlichen Eingrenzung: Geschichte des
Arbeitshauses "in der Epoche der Kaiserzeit und der Weimarer Republik
von 1879 bis 1933", ist nichts über das weitere Vorgehen bekannt. Eben
halt ein runder Tisch, jeder gibt seinen Senf dazu und dann sehen wir
weiter. Das gibt dann Zeit für aktives Gestalten des "Abfrühstückens".
Oder was bedeutet die Zeichen?
Vorher (15 Uhr dreißig) werden schnell zwei Gedenktafeln vor der
Aussichtsplattform am Rummelsburger Ufer "feierlich" eingeweiht, die
den historischen Ort markieren sollen und ein erstes sichtbares Zeichen
des Gedenkprozesses setzen.
Abarbeiten und Akte zu, Gedenkprozess erledigt, kann es doch nicht
sein. Das Arbeitshaus war eine Institution der strukturellen Gewalt und
das Begreifen und Verstehen solcher Funktionalitäten braucht Zeit. Wer
mehr wissen soll als die Bartfarbe Kaiser Barbarossas, braucht schon
etwas mehr.
(Kaiser Barbarossa ist eine Anspielung auf den Inhalt des Lehrplanes an
deutschen Schulen in Nordrhein-Westfalen 1960.)
Erkennen und Verstehen scheint nicht das Ziel des Gedenkprozesses zu
sein. Die "Dumpfbacken" wollen endlich Schluß machen, "einmal muß Ende
sein mit der Darstellung des schlechten Deutschen".
der erste Tag des Runden Tisches
Der erste runde Tisch am 26. Oktober sollte eine Einführung in die
Geschichte des Arbeitshauses Rummelsburg mit Vorträgen von
verschiedenen Referenten bringen. Je nach der Interpretation des
Referenten, was eine Einführung ist, gab es flachere und extensivere
Ausführungen zu den zeitlichen Abschnitten. Gelegentlich hatte man auch
den Eindruck „Troubadix“ wäre da und so ein großes Publikum läßt er
sich nicht entgehen. Versäumt wurde es einen Konsens über das weitere
Vorgehen herzustellen.
Der nächste Termin soll eine halbe Stunde früher stattfinden, also 16
Uhr 30, leider bislang ohne konkretere Angabe des Tagesthemas.
Das Bezirksamt Berlin Lichtenberg
kommt in die Puschen.
Das "Arbeitshaus" Berlin-Rummelsburg hat seinen Ruf der Institution der
Unterdrückung in Jahrhunderten erworben und ihn schon beinahe verloren.
Der Investor und das Land Berlin nennen das Gelände jetzt Campus
Berlin. Eine Begriffswahl die der besseren Vermarktung dient und nicht
negativ in Verbindung des Ortes gesetzt wird. Ein paar Aktivisten
fordern seit Langem einen Runden Tisch, der der stillen Entsorgung
deutlich entgegentreten soll. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung einer
solchen Institution ist zu nah an den heutigen Funktionsweisen und
Praktiken des JobCenters.
Wurde von Regierungs wegen zunächst versucht über eine
Expertenkommision (und irgendwie mit Geld ausgestattet) die
Angelegenheit möglichst zu begraben, kommt nun Bewegung in die
Angelegenheit. Der Bürgermeister des zuständigen Bezirks
Berlin-Lichtenberg lädt zu einem Runden Tisch ein.
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Einladung zum Runden Tisch „Gedenken
an der Rummelsburger Bucht“
Auf dem großen Areal an der Hauptstraße 8 im Ortsteil Rummelsburg im
Bezirk Lichtenberg befanden sich zeitlich aufeinander folgend von 1879
bis 1990 verschiedene Anstalten, die vor allem der Reglementierung,
Unterdrückung und Strafe dienten. Es besteht kein Zweifel daran, dass
es sich um eine der geschichtspolitisch bedeutendsten Stätten in Berlin
handelt, die in dieser Spezifik und Nutzungsfolge ohnegleichen in der
Stadt ist.
Um über den Umgang mit der Vergangenheit und der Gegenwart dieses Ortes
zu diskutieren, lädt Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD)
Bürgerinnen und Bürger am Freitag, dem 26. Oktober 2012, um 17 Uhr in
das Nachbarschaftszentrum „Altes Lazarett“, Erich-Müller-Straße 9,
10317 Berlin zu einem ersten Runden Tisch „Gedenken an der
Rummelsburger Bucht“ ein.
„Das Bezirksamt Lichtenberg, Bezirkspolitiker/-innen,
Historiker/-innen, Vertreter/innen von Opfergruppen sowie zahlreiche
Anwohner/innen – wir alle sind auf einem guten Weg, gemeinsam in
Rummelsburg ein würdiges Gedenken an die Opfer zu gestalten, denen wir
uns verpflichtet fühlen. Nach zwei vorbereitenden Expertentreffen
bietet nun der Runde Tisch einer breiten Öffentlichkeit die
Möglichkeit, sich dieses Themas anzunehmen. Ich hoffe auf eine
konstruktive und ergebnisreiche Diskussion“, so Geisel.
Als Einstieg vermitteln Impulsreferate von Historikern einen ersten
Überblick über die Gesamtgeschichte des Ortes in seiner Vielfalt.
Weitere Runde Tische mit Diskussionen zu den einzelnen
zeitgeschichtlichen Abschnitten sind voraussichtlich für den 14.
Dezember 2012 und den 18. Januar 2013 geplant.
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